Zunächst einmal fiel es mir wirklich schwer, herauszufiltern, welche meiner meistgehörten Songs in 2017 nur von diesem Jahr seien. Denn das waren dieses Jahr besonders viele, die nicht in 2017 veröffentlicht wurden, wie z.B. Take A Bow von Muse aus dem Jahr 2006 oder Dead in Love von Queens of the Stone Age, der sogar schon 1998 veröffentlicht wurde. Vor allem war das der Tatsache geschuldet, dass ich mir viele ältere Alben erst dieses Jahr intensiv angehört habe. Trotzdem sind meine Hertz for Nerds TOP 3 weit oben in der Liste meiner meistgehörten Songs von 2017. Und tatsächlich handelt es sich bei Platz 1 um meinen absoluten Lieblingssong von 2017 (und der wird es drüber hinaus noch bleiben).

 

Platz 3: In Exile von The Pineapple Thief

In Exile ist eigentlich der erste Song des Albums „Your Wilderness“ und wurde schon im August 2016 veröffentlicht. Doch im September 2017 hatten The Pineapple Thief mit „Where We Stood“ ein Livealbum released, das zusammen mit den meisten Songs aus „Your Wilderness“ auch In Exile aufführt. Beide Versionen unterscheiden sich besonders in der klanglichen Fülle des Arrangements und in den Schlagzeugimprovisationen von Gavin Harrison. So wurde in der Liveversion auf den Background Gesang verzichtet und ein ausgeschmückteres Schlagzeugsolo findet sich gegen Ende, wo nur Gitarre und Schlagzeug zu hören sind.

Der Songtext behandelt ein schweres Thema, wie uns Sänger und Gitarrist Bruce Soord schon Live im Interview vor seiner Show im Oktober erklärte:

Er sprach davon, dass In Exile ein sehr ernster und nachdenklicher Song ist, der die Ausgrenzung und Ächtung durch die Familie und Nächsten verarbeitet.

Am meisten gefällt mir an In Exile jedoch die musikalische Ausgestaltung mit den Sounds von Synthesizer, Gitarren und der Effekte, aber auch der Aufbau des Songs, der sich so schön steigert und instant wieder abfällt. Dazu kommt noch, dass ich In Exile die ganze Zeit während meines Urlaubs an der Cote d’Azur gehört habe und so hängen diese schönen Erinnerungen und Emotionen nun stark mit dem Song zusammen.

Das ganze Interview mit Bruce Soord und Schlagzeuger Gavin Harrison von The Pineapple Thief gibt es im Übrigen unter diesem Link zu hören: Interview The Pineapple Thief

 

Platz 2: Don’t Bring Me Coffee von All Them Witches

Bei dem Song Don’t Bring Me Coffee handelt es sich im Unterschied zu In Exile vom Stil her eher um Alternative Stoner Rock. Der Song aus dem neuesten Album „Sleeping through the War“ (Februar 2017) von der amerikanischen Band All Them Witches hat es in sich. Die Thematik ist rebellisch und als klare Ansage zu verstehen: ain’t nobody gonna tell me how to run my town… don’t bring me no coffee, cause I don’t wanna hear it, and I don’t like the taste. Der Song eignet sich also ideal für den Weg auf die Arbeit, zur Uni oder zum Abschalten; dafür habe ich ihn dieses Jahr jedenfalls verwendet. Der Sound ist eine Mischung aus groovig und fuzzig mit wechselnden Motiven und der hallige und crunchige retro Sound macht den Song noch rotziger.

Übrigens war diese Entdeckung ein totaler Zufall: als ich im Oktober unser „Musikredaktionsäquivalent“ Philipp vom Dresdner Campusradio mit seiner Sendung „Plattenbau“ kennengelernt habe, hat er mir besonders diese Band für neuen Input empfohlen.

Platz 3: Life Song von The Black Angels

Erschienen ist der Life Song Ende April auf dem Album „Death Song“ von der Band The Black Angels aus Austin, Texas. Der Life Song entspricht hundert Prozent meinem Lebensgefühl und meinen musikalischen Hörgewohnheiten, weshalb ich ihn auch zu meinem ganz persönlichen „Life Song“ zähle.

Da die Band für ihre Releasetour auch in Deutschland waren, bin ich voller Freude und Erwartung im Oktober extra nach Berlin gefahren. Leider war der Sound und die Performance jedoch so schlecht, dass selbst der Life Song live eher mittelmäßig rüberkam. Das ist zwar schade, aber trotzdem gilt: Der letzte Song der neuen Black Angels Platte ist ein absoluter Höhepunkt. Die Harmonien und Disharmonien, der Reverb auf der Stimme und auf den Gitarren bewirken so ein starkes nondualistisches Gefühl, dass man sich fühlt, als würde man im Weltraum oder im Jenseits schweben. Und um ganz ehrlich zu sein hat mich die Stimmung schon mehrfach vor Rührung heulen lassen.

Wer sich das Review zum ganzen Konzert von The Black Angels in Huxleys Neue Welt Berlin und zum Album „Death Song“ ansehen möchte, kann diese unter dem Link “The Black Angels bringen den Psychedelic Rock zurück” finden.

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Die TOP 3 Hits des Jahres 2017 von Pia Peru – Ein Song für jedes Lebensgefühl
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